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HF-Clipper nach DF4ZS veröffentlicht in CQ-DL 6/98 und RadCom 10/98
Testbericht in CQ VFDB 2/99 und Zeitschrift FUNK 1/2000

Joachim Münch DF4ZS - Geniusbankstraße 7 - D 26388 Wilhelmshaven (+49)04421-3586055   email


HF-Clipper Typ A - BauteileseiteSchaltungsbeschreibung

Funkverbindungen in QRP-Telegrafie können nahezu immer beendet werden. QRP-SSB gestaltet sich problematischer. Der Funkpartner interpretiert falsch. Meldet QRM, QSB, und verabschiedet sich meist nach kurzer Zeit. Eine richtige Aufbereitung der Sprache kann hier abhelfen und das eigene Signal erheblich anheben. Es gibt eine Vielfalt von Schaltungen und Baubeschreibungen für NF-Dynamikverdichter und NF-Sprachprozessoren deren Einsatz die Anhebung des Signals, die Minderung der Sprachqualität gegenübersteht. Die beim NF-Clipper und NF-Kompressor entstehenden Oberwellen und Intermodulations Produkte, die sich auch mit Filtern nicht beseitigen lassen, geben solchen Verdichtungssystemen physikalische Grenzen. Die durch clippen erzeugten Oberwellen beeinflussen erheblich den Klang der natürlichen Sprache, während entstehende Intermodulations Produkte diese unverständlich werden lassen. Kompressions- und Clipgrad kann deshalb bei solchen Systemen nicht hoch sein, da sonst die aufbereitete Sprache nicht mehr verständlich ist. Diese Nachteile kann man umgehen wenn die Dynamikverdichtung an einem Signal vorgenommen wird das man in einen höheren Frequenzbereich umsetzt. Oberwellen und Intermodulations Produkte erhalten so einen hohen Frequenzabstand zum Nutzsignal, und können ausgefiltert werden. In der realisierten Schaltung werden zwei Mischer IC´s NE612 mit integriertem Oszillator verwendet, der mit einem Keramikschwinger auf 453 kHz (oberes Seitenband) schwingt. Das niederfrequente Signal, Sprachfrequenz plus 453 kHz wird auf 455 kHz gemischt und symmetrisch über ein 455 kHz Spulenfilter ausgekoppelt. In einem Keramikfilter dessen Bandbreite über ein Koppel C festgelegt ist, wird das untere Seitenband ausgefiltert und in einer Transistorstufe verstärkt. Ein T-Glied mit zwei antiparallel geschalteten Germanium Dioden die über einen Trimmer zur Regelung des Komprimierungsgrades vorgespannt werden, verdichtet das mit der Niederfrequenz gemischte hochfrequente Signal. In einer weiteren Transistorstufe wird verstärkt und in einem Keramikfilter werden die unerwünschten Produkte die weit ab vom übertragenem NF-Signal liegen, ausgefiltert. Im zweiten Mischer, an dem das im ersten Mischers erzeugte Oszillatorsignal ebenfalls anliegt, wird das SSB Signal demoduliert und als sauberes, nun aber in der Dynamik verdichtetes NF-Signal, über einen Trimmer zur Einstellung des Pegels über einen Tiefpass ausgekoppelt.

Die Schaltung wurde permanent weiter entwickelt und Vorschläge von Funkamateuren berücksichtigt. Das nun in seiner Schaltung ausgereifte Konzept ist im Typ PEP zu finden. Mit diesem Typ, der noch eine zuschaltbare NF Verdichtung (Dynamik Kompression) hat, erreiche ich bei sauberer Modulation einen Feldstärkezuwachs von 1.5 bis 2 S-Stufen.

Ein fertig abgeglichenes und sauber aufgebautes Fertiggerät des Typ PEP ist bei mir zum Selbstkostenpreis zu haben. Da die Bauteilepreise Schwankungen unterliegen, Preis bitte anfragen.


Home    zurück    email   aktualisiert 13. August 2009